Alle Artikel mit dem Schlagwort “Film

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Interview: Wolfram bei DRadio Wissen

Eine Stunde über die Liebe. Oder das Nichtfinden der Liebe. Aber es ist ja bekanntlich noch gut ausgegangen… Wolfram bei DRadio Wissen in einer Sendung, die sich regelmäßig der Liebe widmet, in all ihren Facetten. Hier online Zum Nach-, Vor- und Anhören…

topf
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Love Alien: der ganze! Film nacherzählt

Am Anfang bist du einsam und traurig und sehnst dich nach einer Freundin. Nur will dich keine. Irgendwann fängst du an, an dir zu arbeiten. Sport, Therapie, Klamotten, drüber reden. Aber dich will immer noch keine. Was ist los? Sagen das nicht alle, dass du was dafür tun musst? Warum klappt es nicht? Zum Schluss kapierst du: wenn überhaupt, musst du bei dir anfangen. Aktiv werden, an dir arbeiten – das bringt vielleicht nicht gleich ne Freundin. Aber du kannst zufriedener werden, fühlst dich in dir wohler. Damit hört der Film auf, dass mit deiner Einsicht dieser lange, steile Weg losgeht.

Besser kann man’s wahrscheinlich nicht zusammenfassen. Danke, Eva!

grabenklein[1]
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Love Alien: Buch zum Film? Film zum Buch? Oder wie?

Es gibt ein Buch. Und es gibt einen Film. Heißen beide „Love Alien“ und sehen auch noch ähnlich aus. Ist es das Buch zum Film, der Film zum Buch, oder wie?

Weder, noch.

Der Film war zuerst da und ist eine Innenansicht, eine Momentaufnahme aus dem Alltag allein: mein 30. Lebensjahr, aufgenommen vom 29. bis zum 30. Geburtstag, mit einer kleinen Urlaubskamera aus der Subjektive. Er kam an der Filmhochschule als Übungsfilm zustande und sollte ursprünglich gar nicht von mir handeln, sondern von anderen Menschen mit denselben Sorgen. Als ich einem meiner Filmlehrer unter Angstschweiß und vier Augen gestand, es gehe mir übrigens selber so, das sei auch die Motivation zu diesem Thema, sagte der: Warum machst du den Film nicht über dich?

Ist dann so gekommen. Der Dreh hat ein Jahr gedauert, die Fertigstellung bis zur Premiere fast ein weiteres. Danach kam der Film ins Kino, ins Fernsehen und auf DVD. Da hatte ich Glück. Hatte ich mir zwar erhofft, dass ich damit einen Nerv treffe, auch bei Medien, aber wissen konnte ich das natürlich nicht.

Er war noch nicht veröffentlicht, da trudelte eine Email ein.

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Buch schreiben? Ich hab doch grad einen Film gemacht, was sollte im Buch anderes stehen? Ein paar Emails gingen hin und her, dann schlief die Buchidee wieder ein…

Sie schlief drei Jahre, bis sie im Frühjahr 2015 aufwachte, ausgiebig gähnte, sich streckte und nach Aufmerksamkeit verlangte. In der Zwischenzeit war einiges passiert: Nicht nur, dass ich nach zehn Jahren in eine Stadt gezogen war, in der ich mich pudelstwohlst fühlte (falls sich pudelwohl steigern lässt), ich hatte unterdessen sogar erste Gehversuche in der Liebe gemacht: Ich fühlte mich nicht mehr als Love Alien!

Vielleicht wäre das mit so einem Buch jetzt doch was? Eine Freundin, die bei der Zeitung arbeitet, riet mir, unbedingt eine Agentur zu beauftragen. Sag mal, Google: Gibt es eine Buchagentur in Leipzig? Nö, sagte Google, dafür in Berlin. Ich schrieb kurzerhand an die größte: Ob das mit so einem Buch eine gute Idee sei? Ist es, schrieb die Agentur zurück. Wir zimmerten ein Exposé zurecht, und die Agentur spammte damit die Verlage voll. Kann jetzt allerdings ein paar Wochen dauern, sagte die Agentur, grade bei Erstautoren zieren sich die Verlage oft, bis sie zusagen…

Es dauerte zwei Stunden, bis der Agent wieder anrief, selber ein wenig atemlos: Verlag hat angebissen! Dann ging es ratzfatz, Vertrag, Unterschrift, hin, her, fertig.

Das Schreiben hatte ich unterschätzt. Das ist richtig Arbeit, weit mehr als ein bisschen Tastenklappern am Abend. Und es dauert, bei mir jedenfalls, viel länger als geplant. Am Anfang hat ein Kapitel geschlagene zwei bis drei Wochen verschlungen, und hinterher hab ich mir erstmal stolzgeschwellt die Schulter geklopft und das Kapitel an sämtliche Freunde verschickt, ob sie nun wollten oder nicht. Und eine wohlverdiente Pause eingelegt. So verging der Sommer, im Nu war der erste Abgabetermin heran und wurde im vollen Schreibgalopp gerissen: nicht zu halten. Auch der zweite nicht, und auch nicht der dritte. Dabei wurde ich im Schreiben immer schneller, zum Schluss mussten pro Kapitel zwei, drei Tage reichen. Den ganzen Mist vom Anfang, diese Zweiwochenkapitel, hatte ich inzwischen längst weggeschmissen, und ich verschickte auch nichts mehr, vorsichtshalber.

Der Film ist die Momentaufnahme, die mittendrin im Einsamkeitsschlamassel steckt, es geht mehr um Stimmungen als um Erklärung. Das Buch erzählt ganz anders, und es erzählt viel mehr. Zum Schreiben braucht man ja weder Filmmaterial noch O-Töne. Es gab tatsächlich noch einiges zu sagen, das im Film gar nicht auftauchen konnte, ohne Bilder. Klar finden sich Geschichten hüben wie drüben, ich bin ja derselbe. Aber das Buch geht doch deutlich über den Film hinaus, und – vielleicht am wichtigsten: es gbt eine Lösung. So eine Art jedenfalls.